Akitas sind irgendwie sexy!

Akitas sind irgendwie sexy. Sie sind schön, sie sind Filmstars und es haftet ihnen auch als „Hund vom Urtyp“ ein wenig der Ruf der Unbezähmbarkeit an.

Wenn man selber schiarch ist, hofft man, dass ein bissl vom Akita-Glanz auf einen zurück strahlt. Ist man schön - umso besser! Was für ein Bild, wenn zwei Schönheiten in perfektem Einklang auf der Straße promenieren.

 

Der Spruch „Treu wie ein Akita“ tut sein Übriges, um Begehrlichkeit zu wecken. Logisch, dass viele, viele Menschen ein solches Tier „besitzen“ möchten. 

 

Und da wird’s dann gefährlich - meistens leider für den Hund oder seine unschuldige Umwelt.

 

Der geeignete Akita-Mensch ist idealerweise erwachsen, gefestigt, von gelassenem Gemüt, ohne Allmachtsfantasien, wohnhaft in Gegenden mit nicht übermäßig großer Hundedichte oder zumindest in erreichbarer Nähe zu einsamen Spazierwegen. Er hat sich eingehend mit den Ansprüchen eines Akita beschäftigt, ist sich auch der für unsere Breiten problematischeren Eigenschaften bewusst und ist einfach vom zu erwartenden Charakter seines künftigen Hundes fasziniert. 

 

Er möchte mit dem Hund leben, aber ihn nicht beherrschen. 

 

Er muss nicht begrenzen sondern sich selbst öffnen um zu verstehen, was der Hund wirklich braucht, um all seine Vorzüge zeigen zu können.

 

Er muss nicht „unterwerfen“ sondern verstehen.

 

Ein Akita ist stolz, deswegen muss der Mensch über die Größe verfügen, diesen Stolz zu respektieren.

Wieviele solcher Menschen gibt es? In welcher Relation steht diese Zahl zu den gefallenen Akita-Würfen?

 

Wievielen Akitas würde man einen Gefallen damit tun, sie nicht zu züchten?

 

Züchter wollen „die Rasse verbessern“ (im günstigsten Fall), aber würde man der Rasse nicht viel mehr Gutes tun, wenn man nach Bedarf züchten würde? 

 

Fünfzehn geeignete Menschen - ein Wurf! Nicht umgekehrt.

 

Die steigende Anzahl von Akitas, die neue Plätze suchen, zeichnet ein deutliches Bild.

Akitas sind japanisches Kulturgut und eindeutig bemerkenswert, aber allem voran sind sie Lebewesen, die besondere Ansprüche haben.

 

Sie sind (wie übrigens jeder Hund) nicht dafür bestimmt, menschliche Eitelkeiten zu befriedigen oder jemandes Ego zu pushen, weil er dieses mental und körperlich starke Tier „im Griff hat“.

 

Hunde brauchen Freunde, keine Herrscher!

Das gilt für alle Hunde, aber besonders für jene, die Möchtegernherrscher so magisch anziehen wie leider derzeit der Akita.